Saat- und Pflanzkalender für den Gartenverein
Übersicht über die wichtigsten Gartenarbeiten für jeden Monat.

Januar

Planung & Vorbereitung

  • Gartenplanung: Bestandsaufnahme, Skizzieren des Beetes und Festlegen von Pflanzreihen.
  • Auswahl der Kulturen und Festlegen der Fruchtfolge.
  • Erstellen einer Einkaufsliste für Saatgut, Pflanzmaterial und notwendiges Werkzeug.
  • Recherche über regionale Klimadaten und Frosttermine.

Innenaktivitäten

  • Reinigung und Desinfektion von Anzuchttöpfen und Arbeitsflächen.
  • Bestandsaufnahme von Gartengeräten und Planung von Reparaturen.
  • Ideensammlung für neue Gartenprojekte und Gestaltungsideen.

Februar

Anzucht im Haus/Gewächshaus

  • Start der Voranzucht von wärmeliebenden Pflanzen (Tomaten, Paprika, Auberginen).
  • Erste Aussaat von robusten Kräutern wie Basilikum, Petersilie und Schnittlauch.
  • Vorbereitung von Anzuchterde und Kontrolle der Gewächshaustemperaturen.

Frühstart bei frostfreien Standorten

  • In milden Regionen: erste Aussaat direkt im geschützten Freien oder im Wintergarten.
  • Überwachung der Temperaturen und Anpassung der Standorte für empfindliche Pflanzen.

März

Fortsetzung der Anzucht

  • Weiteres Vorziehen von wärmeliebenden Kulturen im Haus oder Gewächshaus.
  • Aussaat von kälteverträglichen Sorten wie Erbsen, Spinat und Radieschen in Frühbeeten.
  • Regelmäßiges Lüften der Anzuchträume, um Schimmelbildung zu vermeiden.

Bodenarbeiten

  • Auflockern des Bodens und Entfernen von Winterresten.
  • Leichtes Umgraben und Einarbeiten von Kompost oder organischem Dünger.
  • Erste Bodenuntersuchung zur Bestimmung des pH-Werts und der Nährstoffversorgung.

April

Aussaat im Freiland

  • Direktsaat von robusten Gemüsesorten wie Karotten, Rote Bete, Zwiebeln und Lauch.
  • Pflanzkartoffeln setzen, wenn der Boden frostfrei ist.
  • Frühe Aussaat von Salaten, Mangold und Kohlrabi bei ausreichender Bodenerwärmung.

Pflanzung & Vorziehen

  • Transplantation der im Haus vorgezogenen Pflanzen in größere Töpfe oder ins Gewächshaus.
  • Etikettieren der vorgezogenen Pflanzen für den späteren Einsatz im Garten.

Pflegearbeiten

  • Erste Kontrolle der Beete auf Unkraut und Schädlinge.
  • Bereitstellen von leichten Frostschutzmaßnahmen (z. B. Vlies).

Mai

Hauptaussaat & Auspflanzung

  • Umsetzen der vorgezogenen Pflanzen wie Tomaten, Gurken, Bohnen, Kürbis und Zucchini ins Freiland.
  • Direktsaat von Gemüsesorten, die keinen langen Vorlauf benötigen.
  • Pflanzung von Frischkräutern wie Basilikum, Dill, Koriander und Schnittlauch.

Blühende Gartenpflanzen

  • Pflanzung von Sommerblumen und Stauden zur Gestaltung bunter Beete.
  • Setzen von neuen Ziersträuchern und Kletterpflanzen an Zäunen oder Spalieren.

Pflege

  • Regelmäßiges Gießen, besonders in trockenen Phasen.
  • Unkraut jäten und erste Düngegaben für einen kräftigen Start.

Juni

Nachsaat & Ernte

  • Nachsaat von schnell wachsenden Sorten wie Radieschen, Salaten oder Buschbohnen für späte Ernten.
  • Regelmäßige Ernte der bereits reifen Früchte und Gemüse.
  • Beobachtung der Pflanzenreife und gezielte Nachpflanzungen.

Pflanzaktionen

  • Pflanzung von Sommerblumen und Stauden, falls noch nicht im Mai erfolgt.
  • Direktsaat von wärmeliebenden Sorten an besonders sonnigen, warmen Tagen.

Pflege

  • Ausreichend gießen, düngen und regelmäßige Kontrolle auf Schädlinge und Krankheiten.
  • Lockerung des Bodens durch vorsichtiges Hacken, um Staunässe zu vermeiden.

Juli

Nachsaat für den Herbst

  • Aussaat von Blattgemüsen wie Spinat, Feldsalat und Winterportulak für eine späte Herbsternte.
  • Direktsaat von Rucola und Radieschen für schnelle, frische Ernten.
  • Überwachung des Wasserhaushalts und ggf. regelmäßiges Anpassen der Bewässerung.

Pflege & Ernte

  • Sorgfältige Ernte reifer Früchte, um die Produktion zu fördern.
  • Regelmäßige Kontrolle der Pflanzen auf Stresssymptome.
  • Nachschneiden und Auslichten von dicht wachsenden Stauden.

Pflanzzeit für Sommerblumen

  • Setzen von Einjährigen, die bis in den Spätsommer blühen, für farbige Akzente.
  • Beachtung der jeweiligen Pflanzabstände zur optimalen Entwicklung.

August

Herbstaussaat & Pflanzung

  • Direktsaat von winterharten Gemüsesorten wie Feldsalat, Winterspinat und bestimmten Kohlsorten (z. B. Grünkohl, Rosenkohl).
  • Pflanzung von Kräutern, die auch kühlere Temperaturen vertragen (z. B. Thymian, Oregano).
  • Planung für eine zweite Aussaat, um den Erntezeitraum zu verlängern.

Pflege

  • Gezielte Düngung und Bewässerung zur Förderung der zweiten Erntewelle.
  • Regelmäßiges Ernten, um Überreife zu vermeiden und neue Impulse zu setzen.

Planung

  • Planung von Herbstbepflanzungen und Vorbereitung der Beete auf kältere Temperaturen.
  • Überprüfung und ggf. Erneuerung von Bewässerungssystemen.

September

Pflanzung für den Winter und Frühling

  • Pflanzung von Zwiebeln, Knoblauch und Schnittlauch, die im Winter im Boden bleiben und im Frühjahr austreiben.
  • Einsetzen von robusten Stauden, die winterhart sind.
  • Vorbereitung der Beete für den Winterschnitt und die Ruhephase.

Herbstsaat

  • Direktsaat von Salaten, Radieschen oder Winterspinat für eine Ernte im späten Herbst.
  • Vorsichtiger Umgang mit den Saatzeiten, um Frostschäden zu vermeiden.

Bodenpflege

  • Letzte Ernte, Aufräumen der Beete und Einbringen von organischem Material als Mulch.
  • Lockerung des Bodens, um die Belüftung im Winter zu fördern.

Oktober

Herbstliche Pflanzungen

  • Pflanzung von Stauden, Sträuchern und Bäumen, solange der Boden noch warm genug ist.
  • Setzen von Frühlingszwiebeln (Tulpen, Narzissen, Hyazinthen) für ein buntes Frühjahr.
  • Ergänzende Bepflanzung von Ziergräsern und robusten Blühpflanzen.

Winterschutz

  • Anlegen von Laub- oder Mulchschichten zum Schutz der Wurzeln.
  • Abdecken empfindlicher Pflanzen mit Vlies oder speziellen Winterschutzhauben.
  • Überprüfung der Wasserversorgung vor dem Wintereinbruch.

November

Vorbereitung auf den Winter

  • Letzte Ernte von Restfrüchten und Entfernen kranker Pflanzenteile.
  • Abschluss der Bodenpflege: Umgraben, Einarbeiten von organischem Material und ggf. Anlegen von Komposthaufen.
  • Überprüfung und Reinigung von Gartengeräten vor der Winterpause.

Planung

  • Rückblick auf das Gartenjahr und Notieren von Erfolgen und Verbesserungspotenzial.
  • Planung des nächsten Gartenjahres unter Berücksichtigung regionaler Erfahrungen.
  • Erstellen eines Zeitplans für Anschaffungen und Reparaturen.

Dezember

Ruhephase & Planung

  • Der Garten befindet sich in der Winterruhe – keine aktive Aussaat oder Pflanzung im Freiland.
  • Überprüfung und Lagerung von Gartengeräten und Zubehör.
  • Ideensammlung und Planung neuer Projekte für das kommende Jahr.

Innenprojekte

  • Bei ausreichend Tageslicht: Erste Voranzucht von wärmeliebenden Pflanzen im Wintergarten oder beheizten Gewächshaus.
  • Erstellung von To-do-Listen für den Frühjahrseinsatz.

Rasenpflege

  • Frühling: Vertikutieren, Nachsäen und regelmäßiges Düngen, um einen dichten, gesunden Rasen zu fördern.
  • Sommer: Regelmäßiges Mähen und Bewässern, sowie punktuelle Nachsaat bei kahlen Stellen.
  • Herbst: Aerifizieren, Nachdüngen und eventuell Nachsäen, um den Rasen winterfest zu machen.
  • Winter: Den Rasen möglichst unberührt lassen und auf Schneeverwehungen achten.

Kompostierung & Bodenverbesserung

  • Regelmäßiges Umsetzen des Komposts zur Beschleunigung des Zersetzungsprozesses.
  • Bodenanalyse durchführen und ggf. mit organischem Dünger oder Kalk verbessern.
  • Mulchen als natürliche Bodenverbesserung nutzen, um Feuchtigkeit zu speichern und Unkraut zu unterdrücken.

Bewässerung

  • Automatische Bewässerungssysteme oder Tropfbewässerung können den Wasserverbrauch optimieren.
  • Regelmäßig auf den Wasserhaushalt achten – je nach Wetterlage anpassen.
  • Wassertage nutzen: Frühmorgens oder abends gießen, um Verdunstung zu minimieren.

Schädlings- & Krankheitsmanagement

  • Frühzeitige Kontrolle der Pflanzen auf Schädlinge und Krankheiten.
  • Biologische und umweltfreundliche Methoden bevorzugen (z. B. Nützlinge, Neemöl).
  • Gezielte Maßnahmen ergreifen, wenn Befall festgestellt wird – ggf. mit Fachberatung.
Weitere Tipps

Regelmäßige Beobachtung und dokumentieren, wann und wo Schädlinge auftreten, hilft langfristig bei der Vorbeugung. Setze auf Fruchtfolge und Mischkultur, um Schädlingsbefall zu minimieren.

Sonderaktionen & Veranstaltungen

  • Planung von Pflanzaktionen, gemeinsamen Gartenarbeiten oder Workshops im Verein.
  • Termine rechtzeitig im Kalender vermerken und per Newsletter kommunizieren.
  • Regionale Kooperationen mit anderen Gartenvereinen oder Institutionen fördern.

Regionale Besonderheiten

  • Verweise auf lokale Wetterdienste und regionale Gartenkalender einbauen.
  • Regionale Klimaunterschiede berücksichtigen und Tipps entsprechend anpassen.
  • Erfahrungen von Mitgliedern und lokalen Experten einfließen lassen.

Baumpflege & Baumschnitt

  • Winter: Kontrolle der Baumrinde auf Frostschäden, Stabilitätsüberprüfung und Planung von notwendigen Schnittmaßnahmen. Umfangreiche Baumschnittarbeiten sollten in der Regel vermieden werden.
  • Frühling: Leichter Formschnitt, um das Wachstum anzuregen. Entfernen abgestorbener oder beschädigter Äste und Vorbereitung auf die Wachstumsphase.
  • Sommer: Gezielter, leichter Baumschnitt zur Kontrolle der Baumkrone. Dabei können kleinere Korrekturschnitte vorgenommen werden, ohne den Baum zu stark zu belasten. Zudem ist eine ausreichende Bewässerung und Kontrolle auf Schädlinge (z. B. Borkenkäfer) wichtig.
  • Herbst: Sanfter Rückschnitt zur Vorbereitung auf die Winterruhe. Entfernen von Totholz und Auslichten der Baumkrone, um das Gewicht zu reduzieren und den Baum für den Winter zu stärken.

Hinweis: Diese Empfehlungen zur Baumpflege und zum Baumschnitt orientieren sich an allgemein anerkannten Pflegetipps in Deutschland. Bitte beachten Sie, dass bei größeren Eingriffen, insbesondere in öffentlichen Bereichen oder bei denkmalgeschützten Bäumen, regionale Vorschriften und gesetzliche Bestimmungen gelten. Es wird empfohlen, sich bei konkreten Maßnahmen von einem zertifizierten Baumpfleger oder Arboristen beraten zu lassen und die örtlichen Bestimmungen zu prüfen.

Hinweise und Tipps

  • Regionale Anpassungen: Die Zeiträume sind Richtwerte – bitte die lokalen klimatischen Bedingungen und Frosttermine beachten.
  • Frosttermine beachten: Informiere dich regelmäßig über die letzten und ersten Frosttermine deiner Region.
  • Sortenspezifische Hinweise: Beachte die Angaben auf den Saatgutverpackungen und nutze regionale Gartenkalender für detaillierte Informationen.
  • Wasserhaushalt: Passe die Bewässerung je nach Wetterlage an und achte auf eine gleichmäßige Versorgung der Pflanzen.

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KONTAKT

Eduard-Stadler-Winkel 3
80686 München

ÖFFNUNGSZEITEN

Vereinsgaststätte Winkelstüberl

Montag - Dienstag Ruhetag
Mi. - So. 11.00 - 22.30 Uhr

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